Abteilung Schach/ SG Neukirchen Erzgebirge
Training Donnerstags in der Oberschule, Hauptstraße 56

2. Landesklasse Staffel C(hemnitz)

https://svs.portal64.de/ergebnisse/show/2019/1743/




Daniel Erath                                                                                                 25. März 2020

SG Neukirchen

Bleibt alles anders? 

Spielbericht zur 7. Runde der  Saison 2019 / 2020:  2. Landesklasse Staffel C(hemnitz)

Sonntag,  den  01.03.2020,   09:00 Uhr:  Bahnhof Glauchau, Rosa-Luxemburg-Str. 1

 

Glauchauer SC  -  SG Neukirchen     4 : 4

 

Der 7. Spieltag war irgendwie ein merkwürdiger Tag. Man versuchte, sich auf Schach vorzubereiten, und hörte im Hintergrund Meldungen aus Italien über einen bis dahin wohl unbekannten Virus, der tödliche Gefahr bringt. Vor dem Spiellokal streckte man dem Gegner die Hand zum Gruße hin und erfuhr von der Empfehlung des SVS, den Händedruck vorübergehend zu unterlassen. Bei der Eröffnungsrede wurden die Ratschläge erteilt, sich zur Begrüßung zuzunicken, das Remis mit überkreuzten Zeigefingern anzuzeigen und zum Zeichen der Aufgabe den König auf dem Brett umzulegen, so als würde dieses unbekannte Virus uns daran hindern, unsere Sprache zu benutzen. Und was ist, wenn man sich wegen des Virus nicht traut, eine Figur, die der Gegenüber bereits angefasst hatte, in die Hand und zum Zwecke des Schlagens vom Feld zu nehmen? Soll man dann den Gegner darum bitten? Was passiert, wenn er sich weigert? Wie gesagt, es war irgendwie ein merkwürdiger Tag!

Sportlich bestritten beide Kontrahenten ein kleines Spitzenspiel zwischen dem Dritt- und dem Fünftplatzierten, aus dem der Sieger sich zum ernsthaftesten Verfolger des Spitzenreiters küren konnte und bei einer Stollberger Niederlage gegen Reichenbach sogar ein Dreikampf um die Tabellenspitze entbrannt wäre. Die Gastgeber hatten dazu noch eine Rechnung zu begleichen, bezogen sie gegen die SGN doch vor gut 16 Monaten an gleicher Stelle eine unerwartete 2,5:5,5-Klatsche. Insofern verwunderte die Glauchauer Aufstellung, die dadurch zustandekam, dass Bastian Benicke vorneweg abgesagt hatte, aber dazu auch der 2. Ersatzmann kurzfristig ausfiel  - hoffentlich nicht auf Grund des Virus -  und man daraufhin bemerkenswerterweise Brett 6 kampflos ließ, obwohl man andere Optionen gehabt hätte. So ging die in Stammbesetzung angetretene SGN um 10:00 Uhr bereits in Führung und es kam noch besser, weil Gunnar Fischer eine bärenstarke Partie aufs Brett legte und Jörg Pumpa nicht den Hauch einer Chance ließ, so dass kurz vor 11:00 Uhr die Führung ausgebaut war. Neukirchen vollzog diesen Höhenflug aber mit ausgefahrenen Landeklappen, denn nicht an allen Brettern sah es rosig aus. Olaf Dietz hing auf Grund eines mutigen Opfers seines Gegners Lutz Köhler aus der Eröffnung heraus in den Seilen, aber zappelte von Zug zu Zug, um mit seiner Mehrfigur irgendwie Gegenspiel zu erhaschen, doch gegen 11:35 Uhr war auch der letzte Funke an Hoffnung erloschen. Glauchau hatte den Anschluss geschafft und suchte besonders an den Spitzenbrettern seine Ausgleichschance. Uwe Müller und Ronny Seifert vertrauten nun jeweils auf ihre Mannschaftskameraden und einigten sich auf Remis. Die Spannung stieg, denn Neukirchen schien nur noch von seinem Vorsprung zu zehren, eine vorteilsbehaftete Partie schien nicht in Sicht. Da schlug wie ein Blitz aus heiterem Himmel Thomas Drauschkes Fingerfehler ein, der Frank Schröder seinen 6. Sieg im 7. Punktspiel bescherte und die Gästeführung um 12:30 Uhr wieder erhöhte. Die Neukirchner kämpften an den verbliebenen Brettern um den greifbar nahen Auswärtssieg, während die Gastgeber sich unverdrossen um die Wende bemühten und sie durch ihr Spitzenduo bis kurz vor 13:00 Uhr herbeiführten. Zunächst unterlief Mario Studnicka, der sich trotz Materialnachteils in die Offensive gekämpft hatte und dem ein Bauerndurchbruch zum Umwandlungsfeld gelungen war, ein Fingerfehler, der ihn die schaumgebadete Dame kostete und Jens Becher den Sieg brachte. Am Nachbarbrett übersah 20 Minuten später Thomas Gritz eine Fesselung, die einen Figurenverlust nach sich zog, der die Partie zu Gunsten von Sven Weigand entschied. 3,5:3,5 und Brett 3 war nicht einzuschätzen. Marcel Dian hatte mit Springer und Läufer in Peter Nagornys Verteidigungsreihe eingeschlagen, um Turm und Bauer zu erbeuten, den gegnerischen Druck zu lindern und selbst eine gefährliche Linie zu besetzen. Sollte der Auswärtssieg doch noch gelingen? Marcel strahlte wie immer Zuversicht aus, das Gesicht seines Gegners zeichnete  eher die Unsicherheit, doch noch einen Fehlzug zu begehen oder bereits begangen zu haben, während die Umstehenden rätselten, ob die vorliegende Stellung ein zwingendes Mattbild hergab oder nicht. Fest steht, dass beide Kontrahenten über das um 13:10 Uhr durch Zugwiederholung herbeigeführte Remis nicht traurig waren und das 4:4 angesichts der Gastgebergeschenke an Brett 6 und 8 sich für die SGN eigentlich wie eine Niederlage anfühlte, denn es war hier heute sicherlich mehr drin. Es war in der Tat irgendwie ein merkwürdiger Tag, an dem die SGN mit diesem Unentschieden trotz einer dürftigen Brettpunktezahl Platz 2 erklimmen konnte und die einzige Mannschaft ist, die den stets siegreichen Tabellenführer aus Stollberg  - theoretisch -  noch einholen kann, wozu allerdings in Runde 8 ein deutlicher Auswärtssieg beim Kreisnachbarn und viel Glück und passende Ergebnisse in der Schlussrunde erforderlich wären.

 

1.) Sven Weigand (1 / s / 1990)           -    Thomas Gritz   (2 / w / 1821)           1 : 0

2.) Jens Becher (2 / w / 1950)              -    Mario Studnicka  (4 / s / 1854)        1 : 0

3.) Peter Nagorny (4 / s / 1870)           -    Marcel Dian (5 / w / 1829)            0,5:0,5         

4.) Lutz Köhler (4 / s / 1830)               -    Olaf Dietz  (4 / s / 1892)                  1 : 0                 

5.) Ronny Seifert (5 / w / 1781)           -    Uwe Müller  (5 / w/ 1803)             0,5:0,5

6.) Bastian Benicke (6 / s / 1751)        -    Daniel Erath  (ML / 6 / s / 1851)     - : +

7.) Jörg Pumpa (ML / 7 / w / 1683)     -    Gunnar Fischer ( 7 / w / 1789)        0 : 1

8.) Thomas Drauschke (8 / s / 1699)  -     Frank Schröder (8 / s / 1817)           0 : 1

 

Vorschau:

Es bleibt alles anders!

 

Das für Sonntag, den 29.03.2020, um 09.00 Uhr angesetzte Kreisderby zwischen dem

SV Erzgebirge Stollberg und der SG Neukirchen

                                                                                   fällt leider aus!

 

Wir hätten uns gefreut, dem Nachbarn die Ehre eines spannenden Finalkampfes zu erweisen,

aber der SVS hat vollkommen zurecht den 8. Spieltag zunächst abgesetzt, um die weitere Entwicklung in der Corona-Krise abzuwarten und keinen der Schachfreunde hierzulande der Gefahr der Infektion auszusetzen. Wer hätte am 01.03.2020 gedacht, dass nur 3 Wochen später Ausgangsbeschränkungen in Kraft treten, die uns sogar das Aufsuchen des Spiellokals unter Androhung von Strafen und Bußgeldern untersagen würden? Ob und gegebenenfalls wann das Spiel nachgeholt werden kann, steht noch nicht fest.

In diesem Sinne bleibt nur zu hoffen, dass wir gesund bleiben mögen und uns bald wieder ungezügelt unserem geliebten Schachspiel widmen können. Ich wünsche meinen Mannschaftskameraden und den Spielern der Mannschaften unserer Liga sowie den Schachfreunden landauf und landab die Kraft und das Durchhaltevermögen sowie besonders die Disziplin, um die aufgestellten Regeln brav zu befolgen und damit die schwierige Phase heil zu überstehen, wie lange sie auch andauern mag.

Es wird nicht anders bleiben! Wir werden uns wieder an den Brettern per Handschlag begrüßen können. Irgendwann …                                        

 

 

Daniel Erath  

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Daniel Erath                                                                                                 18. Februar 2020

SG Neukirchen

 

Mit minimalem Ertrag zu maximalem Erfolg

 

Spielbericht zur 6. Runde der  Saison 2019 / 2020:  2. Landesklasse Staffel C(hemnitz)

Sonntag,  den  19.01.2020,   09:00 Uhr:  Oberschule Neukirchen

 

SG Neukirchen  -  USG Chemnitz II     4,5 : 3,5

 

Es scheint, als würde sich die Ausgeglichenheit der Liga in den Neukirchner Ergebnissen wiederspiegeln. Von den sächsischen Ligen oberhalb der Bezirksliga gab es nämlich in der 2. Landesklasse Staffel C bislang nur 5 ausgetragene Begegnungen, die mit höheren Ergebnissen als 5:3 endeten. Das führte dazu, dass die Summe der Abstände in den Endergebnissen der gespielten 24 Begegnungen gerade 42 Punkte beträgt bzw. 1,75 Brettpunkte pro Spiel. D.h. im Durchschnitt endete jede Begegnung 4,875:3,125. Enger ging es mit 52 Brettpunkten Differenz aus 30 Spielen (1,733 pro Spiel) nur in der 1. Landesklasse Staffel A zu. Die SG Neukirchen spielte genau in diesem Trend. Der 2,5-Klatsche in Reichenbach standen mit dem 4:4 in Wilkau-Haßlau, dem 5:3 gegen Freiberg und den 4,5:3,5-Siegen gegen Plauen und Frankenberg nur knappe Resultate gegenüber.

So ging man auch das Spiel gegen die USG Chemnitz II in dem Bewusstsein an, nur mit Bestleistung erfolgreich sein zu können. Das Spiel begann allerdings erst gegen 09:15 Uhr, weil einige Gästespieler umweltfreundlich mit der Citybahn anreisten und das Spiellokal nicht eher erreichten. Die in Stammbesetzung angetretenen Lokalmatadoren warteten derweil konzentriert und geduldig, ohne die Uhren laufen zu lassen, auf die gegnerische Aufstellung.

Überraschend endete schon um 10:00 Uhr die Partie an Brett 7, denn die beiden für ihre einfallsreichen Angriffsvarianten bekannten Gunnar Fischer und Wiktor Korsunskij hatten in ihren Offensivbemühungen eine Stellung erzeugt, die beiden nicht geheuer war, so dass man im Mannschaftssinne remisierte. Die anderen Bretter zeigten da noch kaum Vorteile, allerdings war schon abzusehen, dass Alfred Pfeiffer und Frank Schröder in hervorragender Tagesform spielten, während Marcel Dian Mühe hatte, seine Figuren ins Spiel zu bringen. Um die Mittagszeit bahnte sich dann die Vorentscheidung an. Im Duell der erfolgreichsten Akteure an Brett 8 nahm Frank Schröder die Verteidigung seines Kontrahenten Rainer Kutscha erbarmungslos unter Beschuss und schließlich auseinander, um Neukirchen in Führung zu bringen. Dazu hatte sich einigermaßen unbemerkt die Partie an Brett 3 gedreht, denn Marcel Dian hatte seine Männeln endlich aktiviert und Leon Chris Ehrig eine Figur abgeknöpft. Daraufhin bot Daniel Erath im Duell der Mannschaftsleiter Remis an, das Mario Mahn annahm, weil er sich scheute, die Initiative zu ergreifen, und weil er die Entwicklung an Brett 3 nicht mitbekommen hatte. 5 Minuten später brachte Marcel Dian die SGN mit 3:1 in Front. Nun versuchten die Gastgeber, mit druckvollem Spiel an den Brettern 4 und 1 den Sack zuzumachen, aber es reichte zwischen den beiden Angriffsspezialisten Olaf Dietz und Roland Ketzscher sowie zwischen Thomas Gritz und dem deutlich DWZ-stärkeren Jakob Matthäi nicht zu entscheidenden Vorteilen der Gastgeber, so dass die beiden Remisen der SGN wenigstens den Mannschaftspunkt absicherten. Nun waren gute Nerven gefragt, denn Uwe Müller konnte dem Angriff des stark aufspielenden Alfred Pfeiffer nicht standhalten, so dass der 3:4-Anschluss der Gäste hergestellt war. Ulrich Wünsch versuchte daraufhin alles in seiner Macht stehende, um das Dame-König-Endspiel mit beiderseits 6 Bauern zu gewinnen, aber Mario Studnicka bewahrte die nötige Ruhe, hielt in seiner unnachahmlichen Art dagegen, stellte seine Bauern so, dass der gegnerische König am Eindringen gehindert war, erbeutete sogar selbst noch einen Bauern und positionierte König und Dame so, dass alle seine Figuren gedeckt waren und dem Kontrahenten nichts weiter blieb, als Dauerschach zu bieten.     

Mit dem 4. knappen Sieg erzielte die SGN 9:3 Mannschaftspunkte, die derzeit Rang 3 und die beste Zwischenbilanz einer Neukirchner Mannschaft in der 2. Landesklasse bedeuten. Diese Position gilt es am 01.03.2020 in Glauchau zu verteidigen.  

 

 

1

Gritz, Thomas        (1/s/1821)

-

Matthäi, Jakob         (1/w/1963)        

 ½:½

2

Studnicka, Mario   (2/w/1854)

-

Wünsch, Ulrich       (2/s/1956)

 ½:½

3

Dian, Marcel         (3/s/1829)

-

Ehrig, Leon Chris    (4/w/1746)

  1:0

4

Dietz, Olaf             (4/w/1892)

-

Ketzscher, Roland   (6/s/1750)

 ½:½

5

Müller, Uwe          (5/s/1803)

-

Pfeiffer, Alfred        (7/w/1847)

  0:1

6

Erath, Daniel  (ML/6/w/1851)

-

Mahn, Mario       (ML/8/s/1690)

 ½:½

7

Fischer, Gunnar   (7/s/1789)

-

Korsunskij, Wiktor  (E/w/1729)

 ½:½

8

Schröder, Frank   (8/w/1817)

-

Kutscha, Rainer       (E/s/1684)

  1:0

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Daniel Erath                                                                                                 02. Januar 2020

SG Neukirchen 

Klassenerhalt als Weihnachtsgeschenk?

 Spielbericht zur 5. Runde der  Saison 2019 / 2020:  2. Landesklasse Staffel C(hemnitz)

Sonntag,  den  08.12.2019,   09:00 Uhr:  Kaufhaus BruHe, Kirchberger Str. 2, Wilkau-Haßlau

 SV Muldental Wilkau-Haßlau III  -  SG Neukirchen     4 : 4

Das mit 8 Remisen erzielte Ergebnis täuscht, denn ihm gingen in vorweihnachtlicher Atmosphäre bei Stollen, Kaffee, Wasser und Limo spannende und teils sehr ausdauernde Gefechte voraus. Beide Teams suchten im Bestreben um den Klassenerhalt den Mannschaftssieg. Dazu mussten die Gastgeber auf ihren Musikanten Christoph Heinze verzichten, während bei den Gästen kurzfristig Olaf Dietz krankheitsbedingt ausfiel. Die beiden Nachrücker Uli Popp und Dr. Jochen Schmidt benötigten nur etwa 45 Minuten, um ihr Brett fast leer zu fegen in der verantwortungsbewussten Annahme, wenn man dem Gegner viele Figuren wegnehme, könne er nicht mehr matt setzen: Also remis. Bei Uwe Müller und Bernd Friedrich waren zwar noch viele Figuren vorhanden, aber eine ausgeglichene Stellung, die das Remis um 10:30 Uhr beförderte. Nun konzentrierten die SGN-Akteure sich darauf, eigene Vorteile zu kreieren und die gefährlichen Sieggaranten des Gegners zu neutralisieren. So passte das Remis von Daniel Erath zur Marschroute, denn Andreas Clauß hatte sämtliche 3 zurückliegenden Punktspiele gegen Neukirchner Spieler gewonnen. Gegen 11:10 Uhr war auch Jens Thalwitzers Angriff am Königsflügel erlahmt und Gunnar Fischer hatte ausgeglichenes Spiel auf beiden Flügeln erreicht, so dass beide den Punkt teilten. Die Optik der verbliebenen noch zu spielenden Stellungen versprach der SGN mindestens ein 4:4, denn Brett 1 sah nach Bauerngewinn gut aus und Brett 7 offenbarte ein Endspiel mit König, Turm und 3 Bauern gegen König, Springer und 4 Bauern, während Brett 2 und 3 keine Vorteile für irgendjemanden erkennen ließen. Thomas Gritz hatte am Spitzenbrett in der Folge tatsächlich einen Bauern ergattert, aber im Damen- endspiel sich gegen Torsten Schmidt gegen 11:40 Uhr mit Remis begnügt. Marcel Dian wirkte an Position 3 zwar recht zuversichtlich, aber Dr. Rainer Staudte gab ihm keine Siegperspektive: Also auch hier remis. Da an Brett 7 keine weiteren Fortschritte für Neukirchen zu verzeichnen waren, versuchte Mario Studnicka an Brett 2 das Unmögliche und opferte aus heiterem Himmel eine Leichtfigur, um 3 Bauern zu erbeuten und den Weg Richtung Umwandlungsfeld frei zu sprengen. Doch der Plan misslang, der Ertrag beschränkte sich auf 2 Bauern und Bernd Löfflers Offiziere entwickelten enormen Druck. Derweil hatte Frank Schröder an Brett 7 Mühe, Ideen zu finden, seinen Turm gewinnbringend einzusetzen. Die Überlegung beider Mannschaftsleiter, beide Partien gemeinsam zu remisieren, scheiterte allerdings an seinem Optimismus, doch noch irgendwie gewinnen zu können. Mario Studnicka musste sich also selbst behelfen und schaffte es mit beeindruckendem Spiel auf beiden Flügeln, die Minusfigur wett zu machen und in ein Turmendspiel mit Minusbauer abzuwickeln, das er positionell remis hielt. Frank Schröder suchte noch bis 13:50 Uhr, welches Manöver den entscheidenden Vorteil zur Fortsetzung seiner Siegesserie und zum Mannschaftssieg gereichen könnte, aber willigte schließlich in die Punkteteilung ein.

Am Abend war dann bekannt, dass Aue III auch in Frankenberg nicht angetreten war. Nach Abschnitt C Nr. III Ziffer 7 der WTO bedeutete dies die Rückstufung der Nickelhütte-Denker auf Platz 10 als ersten Absteiger und 8:0-Wertungen für alle Kontrahenten. Die SGN wird also am letzten Spieltag wieder kampflos gewinnen und damit mindestens 9 Mannschaftspunkte erlangen. Das Liga-Orakel hat daraus als schlechteste Platzierung mit 5,7% den 7. Rang errechnet.

Das neue Jahr startet für die SGN am 19.01.2020 mit dem Heimspiel gegen die im Abstiegskampf befindliche USG Chemnitz II.

1.) Torsten Schmidt (1 / s / 2003)        -    Thomas Gritz   (1 / w / 1821)          0,5:0,5

2.) Bernd Löffler (ML / 3 / w / 1846)  -    Mario Studnicka  (2 / s / 1854)       0,5:0,5

3.) Dr. Rainer Staudte (4 / s / 1776)     -    Marcel Dian (3 / w / 1829)             0,5:0,5         

4.) Bernd Friedrich (5 / w / 1773)        -    Uwe Müller  (5 / s/ 1803)                0,5:0,5                 

5.) Andreas Clauß (6 / s / 1762)           -    Daniel Erath  (ML / 6 / w / 1851)  0,5:0,5

6.) Jens Thalwitzer (7 / w / 1745)        -    Gunnar Fischer ( 7 / s / 1789)        0,5:0,5

7.) Felix Range (E / s / 1715)               -    Frank Schröder (8 / w / 1817)        0,5:0,5

8.) Dr. Jochen Schmidt (E / w / 1740) -    Ulrich Popp (E / s / 1539)               0,5:0,5

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Daniel Erath                                                                                                  02. Dezember 2019

SG Neukirchen

 

Pflichtsieg

 

Spielbericht zur 4.Runde der  Saison 2019 / 2020:

Sonntag, den 17.11.2019,  09:00 Uhr:   Oberschule Neukirchen

 

  SG Neukirchen  -  SV Turbine 1948 Frankenberg          4,5 : 3,5

 

Wenn die beim westsächsischen Aufsteiger in Reichenbach erlittene Niederlage etwas Gutes hatte, war es, dass die SGN wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet war und sich im vorentscheidenden Duell mit dem mittelsächsischen Aufsteiger aus Frankenberg auf ihre Tugenden und Aufgaben im Abstiegskampf besann. Dabei kam ihr sicherlich entgegen, dass bei Turbine mit Mario Richter und Bert Fischer das etatmäßige Mittelfeld ausfiel. Andererseits hatten die Gastgeber mit der durch das Aufrücken unerwartet entstandenen Aufstellung der Gäste einige Probleme. Ohne solche agierte Mario Studnicka und brachte seine weißen Figuren aus sicherer Stellung rasch und gezielt zum Angriff. So drang er mit Dame und Turm hinter die gegnerische Bauernkette und hebelte mit exakter Felderdominanz die Verteidigung von Stefan Birnbaum aus, bis Dieser eine Figur einbüßte und um 11:00 Uhr aufgab. Der Neukirchner Matchplan war damit zunächst aufgegangen, so dass es nun galt, die Attacken der Gäste an den Brettern 1 und 4 bis 6 zu ersticken. Daniel Erath ließ nach aggressivem Beginn und zeitweisem Bauernvorteil gegen Matthias Mörsberger unvorsichtigerweise Gegenspiel zu, das aber zu einer nicht mehr abschätzbaren Stellung führte, so dass man im 5. Duell das 4. Remis vereinbarte. Weniger Glück hatte Olaf Dietz, der zeitig einen Bauern verlor und danach gegen Roman Andrä nicht mehr ins Spiel fand. Der ausgeglichene Zwischenstand begünstigte das Remis zwischen Uwe Müller und Matthias Bohla, der sich scheute, mittels eines zweifelhaften Opfers die Brechstange auszupacken. Ebenso fand Gunnar Fischer keinen Weg, gegen Harald Schluttig Vorteile zu erzielen, so dass auch diese beiden um 12:20 Uhr den Punkt teilten. An den drei verbliebenen Brettern schien der Vorteil auf die Seite der Gäste zu drehen. Doch dann gelang es Marcel Dian, mit einem gelungenen Manöver die schier verloren geglaubte Partie gegen Dr. Jens Neuhäuser in ein aktives Dauerschach zu zaubern. Das veränderte die Perspektive grundlegend, denn Brett 8 schien in Randchemnitzer Hand und Brett 1 sah den Vorteil bei den Zschopau-Anrainern. Und tatsächlich stach zuerst Neukirchens Trumpf, denn Frank Schröder hatte wie in den vorangegangenen Runden im Mittelspiel das Geschehen auf seinem Brett beherrscht und allmählich Vorteile ergattert, so dass Eckard Kühn um 12:45 Uhr kapitulierte. Nun kam es darauf an, ob Thomas Gritz im Springer-Endspiel bei Minusbauer Kristian Kujawas Vormarsch stoppen konnte. Und tatsächlich brachte er es fertig, die Bauern sämtlichst zu eliminieren, so dass dem Frankenberger mit König und Springer gegen den blanken König nicht genügend Material zum Mattsetzen verblieb. So stand der knappe und durchaus glückliche, aber enorm wichtige Sieg um 14:05 Uhr fest.              

Am 2. Advent hat die SGN die Chance, mit einem Sieg bei der III. Mannschaft von Muldental Wilkau-Haßlau den Klassenerhalt fast schon rechnerisch zu sichern, zumal die Punkte-armen Schlusslichter aus Freiberg und Frankenberg (beide 0:8) sowie die gegen Freiberg siegreichen Plauener (2:6) und die USG Chemnitz II (3:5) an den letzten 5 Spieltagen sich die Punkte in 4 direkten Duellen streitig machen werden.

 

Brett 1:   Thomas Gritz (1/1821/s)        - Kristian Kujawa (1/1986/w)               0,5:0,5

      Brett 2:   Mario Studnicka (2/1854/w)  - Stefan Birnbaum (2/1894/s)                 1 : 0

      Brett 3:   Marcel Dian (3/1829/s)         - Dr. Jens Neuhäuser (3/1831/w)           0,5:0,5

      Brett 4    Olaf Dietz  (4/1892/w)           -  Roman Andrä (6/1717/s)                      0 : 1

      Brett 5:   Uwe Müller  (5/1803/s)         -  Matthias Bohla (7/1740/w)                 0,5:0,5

      Brett 6:   Daniel Erath(ML/6/1851/w)  -  Matthias Mörsberger (8/1671/s)         0,5:0,5

      Brett 7:   Gunnar Fischer (7/1789/s)    -  Harald Schluttig (E/1572/w)               0,5:0,5

      Brett 8:   Frank Schröder (8/1817/w)   -  Eckard Kühn (E/1572/s)                        1 : 0

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Daniel Erath                                                                                                 13. November 2019
SG Neukirchen

Höhenflug gestoppt

Spielbericht zur 3. Runde der  Saison 2019 / 2020:  2. Landesklasse Staffel C(hemnitz)
Sonntag,  den  27.10.2019,   09:00 Uhr:  Turnhalle Cunsdorfer Straße, Reichenbach

 Schachclub Reichenbach  -  SG Neukirchen     5,5:2,5

 

Die 3. Runde brachte der SGN einen „gebrauchten Tag“. Das begann schon mit der Anreise, die dem Mannschaftsleiter auf Grund einer Baustelle eine ¼-stündige Fahrt „mit der Kirche ums Dorf“ bescherte. Ähnliche Komplikationen und Irrwege schlugen in der Folge auch manche Gästeakteure in ihren Partien ein. Völlig unkompliziert und geräuschlos endete die erste Partie. Olaf Dietz hatte gegen die abgeklärte und druckvolle Spielweise von Andreas Götz nicht den Hauch einer Chance und gab kurz nach 11:30 Uhr auf. Überraschend schnell kam Neukirchen zum Ausgleich. Ulrich Phenn hatte Remis abgelehnt, aber die Fortsetzung eher halbherzig und einfallslos bestritten. Uwe Müller nahm die Einladung zum Gegenspiel gerne an und baute zielstrebig das Mattnetz auf, das sich der Reichenbacher aber nicht bis zum Ende zeigen ließ. Und weitere Entscheidungen kündigten sich an: Das Remis von Marcel Dian und Oliver Seidel war ebenso ruhig wie ausgeglichen und verdient zustande gekommen. Dagegen hatte Brett 7 schon seit 2 Stunden erhöhte Aufmerksamkeit genossen, weil Gunnar Fischer in seiner unnachahmlichen Art seine Figuren gegen Klaus Frenzels Verteidigungsring warf und nach einem angedeuteten Springeropfer den Durchbruch zu schaffen schien. Doch der Reichenbacher fand immer noch einen rettenden Zug und, als der Neukirchner sich in seinem Angriffswirbel verhedderte, kam der entscheidende Gegenschlag zum Materialgewinn für den Lokalmatador und stellte den Partieverlauf auf den Kopf. Die SGN rannte wieder einem Rückstand hinterher und hatte an den Spitzenbrettern wenig Hoffnung zu bieten. Zwar glich um 12:00 Uhr Frank Schröder mit einer soliden und konsequenten Partie gegen Colette Phenn aus. An den verbliebenen 3 Brettern wehten die Flaggen der SGN jedoch schon auf Halbmast. Thomas Gritz hatte sich im Mittelspiel zu einem Damenopfer hinreißen lassen, das Jan-Niklas Phenn durch ein überraschendes Zwischenschach widerlegen konnte, um mit dem Materialvorteil den Sieg einzufahren. Mario Studnicka kämpfte gegen Haymo Adler in aussichtloser Stellung, bis gegen 12:45 Uhr sein Blättchen fiel. Damit waren die Messen gelesen. Den letzten Kampf hatte der Neukirchner Mannschaftsleiter in der Hoffnung auf Zuarbeit an einem anderen Brett unter Ablehnung von 2 Remisangeboten bis ins Endspiel überzogen, wo ihm Frank Hochmuth die 2. Punktspielniederlage in den letzten 3 ½ Jahren beibrachte.

Festzustellen bleibt, dass gegen den starken Aufsteiger mehr drin gewesen war. Nun ist der Höhenflug gestoppt und gegen Frankenberg steht am 17.11.2019 das wohl wichtigste Spiel der Saison auf dem Plan. Mit einem Sieg würde der Klassenerhalt fast sicher sein, aber bei einer Niederlage steckt die SGN mitten im Abstiegskampf.

 

1.) Jan-Niklas Phenn (1 / s / 1853)      -    Thomas Gritz   (1 / w / 1821)           1 : 0

2.) Haymo Adler (ML / 3 / w / 1923)  -    Mario Studnicka  (2 / s / 1854)        1 : 0

3.) Oliver Seidel (4 / s / 1825)             -    Marcel Dian (3 / w / 1829)            0,5:0,5         

4.) Andreas Götz (5 / w / 2021)           -    Olaf Dietz  (4 / s / 1892)                  1 : 0                 

5.) Ulrich Phenn (6 / s / 1882)             -    Uwe Müller  (5 / w/ 1803)               0 : 1

6.) Frank Hochmuth (7 / w / 1695)      -    Daniel Erath  (ML / 6 / s / 1851)    1 : 0

7.) Klaus Frenzel (8 / s / 1643)            -    Gunnar Fischer ( 7 / w / 1789)        1 : 0

8.) Colette Phenn (E / w / 1541)          -    Frank Schröder (8 / s / 1817)          0 : 1

 

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Daniel Erath                                                                                                  20. Oktober 2019
SG Neukirchen

Disziplinierte Auftaktvorstellungen der SGN

Spielberichte zur 1. und 2. Runde der  Saison 2019 / 2020 der 2. Landesklasse Staffel C:

Es scheint ein gutes Omen zu sein, wenn die SGN in der 1. Runde nicht gegen den SV Muldental Wilkau-Haßlau III spielen muss. So verlor man gegen diesen Gegner jeweils zum Saisonbeginn 2016/17 und 2018/19, gewann aber den Auftakt 2017/18 gegen den TSV IFA Chemnitz. In den 2. Runden kam es dann jeweils anders: 2016/17 beim Sieg in Crimmitschau, und 2018/19 beim Sieg gegen SK König Plauen IV sowie 2017/18 bei der Niederlage gegen den SK König Plauen III. Nun konnte man die Serien erfolgreich brechen. Nach dem für Außenstehende überraschend erscheinenden Auftaktsieg konnte man gegen die ersatzgeschwächte Freiberger Mannschaft die nächsten Mannschaftspunkte einfahren. Der 3. Tabellenplatz ist derweil ein erfreulicher Anblick, aber nicht mehr als eine Momentaufnahme.  

Sonntag, den 15.09.2019,  09:00 Uhr:   Hotel Alexandra, Bahnhofstraße 17, Plauen

SK König Plauen III  -  SG Neukirchen     3,5  :  4,5

Die Hürde beim SK König Plauen III schien nach der Papierform unüberwindbar zu sein, zumal die Neukirchner Vorbereitung holprig verlief. Auch wenn bei den Gastgebern der junge Ukrainer Illya Pivtorak fehlte, hatten sie eine schlagkräftige Acht beisammen. Doch die SGN stellte sich clever auf die Kontrahenten ein und suchte entsprechend dem ausgewiesenen Matchplan ihre Chance, denn man war sich sicher, dass die Gelegenheiten, 2 oder 3 Bretter für sich entscheiden zu können, auch gegen die Plauener Stammformation sich einstellen würden. Und letztlich gewinnt die Mannschaft, die den Sieg mehr will. Das war die Lehre, die man aus den beiden vorherigen Begegnungen gegen diesen Gegner gezogen hatte.

Am Spitzenbrett führte man ohne großes Säbelrasseln sichere Züge und mit gehörigem Respekt vor dem Gegenüber schon gegen 10:30 Uhr das Remis herbei, wobei Thomas Gritz das Angebot nur zum „Abchecken“ unterbreitet hatte und Lucas Graf es aus Vorsicht vor der Fortsetzung annahm. Gegen 11:30 Uhr waren zwei weitere Punkteteilungen unter Dach und Fach. Bei Mario Studnicka und Nico Hörkner sah es erwartungsgemäß sehr ausgeglichen aus. Auch Brett 3 stand ausgeglichen, nachdem Michael Fuß‘ Angriff zum Erliegen gekommen war, und weil Marcel Dian sich nicht vom Hafer stechen ließ, den 1900er aufs falsche Bein stellen zu wollen. Plauens Hoffnungsträger hieß Marco Schaarschmidt, der sich mit zunehmender Spieldauer gegen Uwe Müller Vorteile erarbeitete und gegen 12:15 Uhr seine Farben in Führung brachte. Doch bei der SGN blieb man gelassen, hatte man doch an den restlichen Brettern die Kanoniere und Top-Scorer der letzten Jahre noch im Einsatz, die bereits zu diesem Zeitpunkt absehbar in der Lage schienen, die erforderlichen 2 oder 3 Siege einzufahren. Für den neutralen Beobachter mag sich in den beiden finalen Stunden ein Spektakel abgespielt haben, denn fast jeder Zug an einem der 4 Bretter war in der Lage, den Zwischenstand zu verändern, so dass dieser wie die Partien hin und her wogte (Beobachtung von Thomas Gritz). Die Schachfreunde, die ihre Partien beendet hatten, pendelten daher von einem zum anderen Brett, um die Stellungen und Mannschaftresultate stets neu zu berechnen. Und in der Tat kam der Gast zum Ausgleich, denn Gunnar Fischer hatte die Verteidigung von Binh Karl aufgerieben und die Qualität gewonnen, was er in ausdauernder und kompromissloser Fortführung zum Sieg nutzte. Und die Neukirchner Aktien stiegen weiter: Während an Brett 8 Frank Schröder den besseren Endspielplan zu verfolgen schien, hatte Daniel Erath an Brett 6 seinem Gegner Mario Tunger 3 Bauern abgeknöpft, aber den gegnerischen Angriff hingenommen, den er nun unbeschadet überstehen musste. Da der Neukirchner den Fortgang, bei dem jedes Tempo bedeutsam wurde, auf Dauerschach des Plaueners rechnete, bot er Remis. Olaf Dietz war es derweil gelungen, trotz Minusbauern gegen Huy Duc Nguyen Dang seine Abwehr dicht und sich eine Möglichkeit zum Dauerschach zu erhalten, so dass er seinerseits ein Remisangebot erhielt, das er nach Rückfrage umgehend annahm. Zeitlich überschneidend wurde auch das Remisangebot an Brett 6 angenommen, so dass die Entscheidung in der Nachhut fallen musste. Dort hatte der Einheimische Peter Paul den entscheidenden Fehlgriff, der Frank Schröder eine Gabel zum Siegpunkt erlaubte. Um 14:15 Uhr war der Auswärtssieg perfekt.

      Brett 1:   Lucas Graf (1 / 1899 / s)            -  Thomas Gritz (1 / 1821 / w)                0,5:0,5

      Brett 2:   Nico Hörkner (3 / 1770 / w)      -  Mario Studnicka (2 / 1854 / s)             0,5:0,5

      Brett 3:   Michael Fuß (4 / 1954 / s)         -  Marcel Dian (3 / 1800 / w)                  0,5:0,5

      Brett 4    Huy Duc Nguyen Dang (5/1818/w)     -  Olaf Dietz  (4 / 1892 / s)            0,5:0,5

      Brett 5:   Marco Schaarschmidt (ML/6/1930/s)  -  Uwe Müller  (5 / 1803 / w)          1 : 0

      Brett 6:   Mario Tunger (7 / 1803 / w)      -  Daniel Erath  (ML / 6 / 1851 / s)         0,5:0,5

      Brett 7:   Binh Karl (8 / 1757 / s)              -  Gunnar Fischer (7 / 1789 / w)               0 : 1

      Brett 8:   Peter Paul (E / 1578 / w)            -  Frank Schröder (8 / 1780 / s)                 0 : 1 

Sonntag, den 29.09.2019,  09:00 Uhr:   Oberschule Neukirchen 

SG Neukirchen  -  TV Freiberg 1844     5,0  :  3,0 

Der 2. Spieltag brachte ein ungleiches Duell, denn die zum Auftakt gebeutelten Freiberger trafen auf eine SGN, die nach dem Sieg in Plauen sehr selbstbewusst an die Bretter ging. Dazu hatte der Neukirchner Mannschaftsleiter gegen diesen Gegner aus seinen ML-Zeiten in Adelsberg und Neukirchen stolze 5:1 Siege aufzuweisen. Auch mussten die Gäste Clemens Göhler sowie Uwe Vedder ersetzen und zu allen schlechten Vorzeichen fiel kurzfristig auch noch Daniel Juhrs aus, dem ich auch im Namen der SGN an dieser Stelle gute Besserung und baldige Genesung wünsche. Bei den Gastgebern rückte für Gunnar Fischer der langjährige Neukirchner Spitzenspieler Manfred Franz ins Aufgebot, was kurzzeitig Verwirrung stiftete, wo Brett 1 im Spiellokal zu verorten sei.

Die Begegnung verlief von Anfang an zu Gunsten der SGN. Um 10:00 Uhr stand an Brett 2 die Führung kampflos fest. Um 10:10 Uhr hatte Thomas Gritz seinen Namensvetter Radke mit der Eröffnung überrascht und Remis erzielt. Im Vertrauen auf die hinteren beiden Bretter bot Daniel Erath gegen 10:55 Uhr Remis, das Falk Zimmermann sofort annahm, weil auch er das Risiko scheute. Danach zogen sich die Partien einige Zeit, bis Manfred Franz gegen 11:40 Uhr die nächste Ergebnisveränderung herbeiführte. Routiniert und mit viel Voraussicht hatte er seinem Gegner Matthias Wachs zunächst eine Bauernschwäche verpasst, diese nach Damentausch in Bauerngewinne umgemünzt und einen Freibauern zum Umwandlungsfeld gezogen, so dass die schaumgeborene Dame die Kapitulation des Freibergers erzwang. Bernd Schäfer brachte allerdings die Mittelsachsen um 12:00 Uhr zum Ausgleich, weil er gegen Marcel Dian den besseren Plan hatte und die Partie einschließlich der unbeweglichen Figuren  des Neukirchners kontrollierte. Plötzlich wurde es unerwartet spannend. Olaf Dietz und Andreas Scholz rangen verbissen um selbst geringe Vorteile. Uwe Müller verteidigte zäh gegen Kay Schäfers Angriff und Frank Schröder hatte positionelle Vorteile erspielt. Dort fiel dann auch die nächste Entscheidung. Peter Müller hatte nämlich versucht, durch ein Leichtfigurenopfer 3 Bauern zu gewinnen und Gegenspiel zu erlangen, aber einen Bauern büßte er postwendend wieder ein und der Tausch gewährte den in Überzahl befindlichen Offizieren des Lokalmatadors den nötigen Bewegungsspielraum für die finalen Attacken. Diese Führung galt es nun zu verteidigen und dies gelang, weil Uwe Müller mit viel Geduld und Mut Kay Schäfers Angriff konterte, so dass dieser nun schlechter stand und mit Remis einverstanden war. Damit war der Mannschaftssieg gesichert, so dass auch die ausdauerndsten Kontrahenten an Brett 4 um 12:30 Uhr sich friedlich trennten.

Die SGN hat mithin 2 wichtige Siege gegen den Abstieg eingefahren, auf die es gegen den starken Aufsteiger Reichenbach nachzulegen gilt. Für die Freiberger Schachfreunde ist die Situation schon bedrohlich, aber man hat mit Glauchau und Neukirchen immerhin gegen Mannschaften verloren, die im Endklassement im vorderen Mittelfeld zu erwarten sind.    

Brett 1:  Thomas Gritz (1 / s /1821)        -   Thomas Radke (1 / w / 2018)          0,5:0,5

Brett 2:  Mario Studnicka (2 / w / 1854) -   unbesetzt                                           + : -          

Brett 3:  Marcel Dian (3 / s / 1800)        -   Bernd Schäfer (4 / w / 1840)              0 : 1                       

Brett 4:  Olaf Dietz  (4 / w /1892)           -   Andreas Scholz  (ML/ 5 / s / 1834)  0,5:0,5

Brett 5:  Uwe Müller (5 / s / 1803)          -   Kay Schäfer (6 / w /1831)                0,5:0,5

Brett 6:  Daniel Erath (ML/6 / w/ 1851) -   Falk Zimmermann (7/ s /1748)        0,5:0,5

Brett 7:  Frank Schröder (8 / s / 1780)   -    Peter Müller (E/ w /1354)                  1 : 0

Brett 8: Manfred Franz (E / w / 1864)    -   Matthias Wachs (E / s / ---)                1 : 0

 



Hinten von links: Olaf Dietz, Thomas Gritz, Uwe Müller ,Frank Schröder
Vorn: Mario Studnicka, Marcel Dian, Daniel Erath (ML) und Gunnar Fischer


2019/20   

 1. ESV Nickelhütte Aue III
 2. SK König Plauen III
 3. TV Freiberg 1844
 4. SC Reichenbach
 5. SV 1948 Frankenberg
 6. Muldental Wilkau-Haßlau III
 7. USG Chemnitz II
 8. Glauchauer SC 1873
 9. SG Neukirchen /Erzg. I
10. SV Erzgebirge Stollberg

Mannschaftskämpfe

1. 15.9.2019    SK König Plauen 3,5–4,5 Neukirchen 1

2. 29.9.2019    Neukirchen 1 5–3 TV Freiberg 1

3. 27.10.2019  SC Reichenbach 1 5,5–2,5 Neukirchen 1

4. 17.11.2019  Neukirchen 1 – SV Frankenberg 1

5. 8.12.2019    Glauchauer SC 1 – Neukirchen 1

6. 19.1.2020    Neukirchen 1  - USG 2

7. 1.3.2020      Glauchauer SC 1 – Neukirchen 1

8. 29.3.2020    SV Erzg. Stollberg 1 – Neukirchen 1

9. 26.4.2020    Neukirchen 1 – ESV Nickelhütte Aue 3

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